Kirche & Soziales

Die Kirchengeschichte von Niedergösgen ist noch relativ jung. Erst 1838 wurde die Römisch-katholische Pfarrei durch Loslösung von der Mutterpfarrei Stüsslingen gegründet. Eine Kirche steht jedoch schon bedeutend länger im Dorf. Bereits 1498 hatte die neu aufgebaute Burg Falkenstein eine Schlosskapelle. Weil der Ort der Kapelle wohl eher ein ungeeigneter war, wurde unter Vogt Urs Suri (1659 bis 1663) eine neue, grössere Kapelle errichtet. Diese diente nach der Gründung der Pfarrei als erste Pfarrkirche und gehört heute der Christkatholischen Kirchgemeinde.

In der Gemeinde Niedergösgen findet sich ein breites, kirchliches Angebot. Die grösste Konfession stellt auch heute noch die Römisch-katholische Kirche dar. Rund 43 Prozent der Einwohner gehören dieser Konfession an. Der Reformierten Kirche gehören rund 23 Prozent und der Christkatholischen Kirche rund 1.5 Prozent der Einwohner an. Alle drei Landeskirchen verfügen in der Gemeinde über eine Kirche oder ein Kirchgemeindehaus. Am Augenfälligsten ist dabei wohl die Römischkatholische Schlosskirche.

Das Angebot an sozialen und gemeinnützigen Einrichtungen in der Gemeinde Niedergösgen ist recht gross. Im Jahr 1988 wurde das Regionale Alters- und Pflegeheim Schlossgarten eröffnet und im Sommer 2004 die Kindertagesstätte „Sternschnuppe“. Der Spitexverein und der Stundenhilfeverein kümmern sich um kranke und pflegebedürftige Mitmenschen. Zudem laden die Kirchen und verschiedene Vereine regelmässig zu Seniorennachmittagen ein; die Einwohnergemeinde führt zusammen mit der Bürgergemeinde jährliche eine Jubilarenfahrt durch. Grosser Beliebtheit erfreut sich auch der monatliche Seniorenmittagstisch der Alterskommission, ebenso wie der Mittagstisch für Schulkinder, welcher vom Elternverein durchgeführt wird. Ebenfalls vom Elternverein wird die Spielgruppe im alten Gemeindehaus betrieben.